Erster online Gottesdienst der Evangelischen Jugend im Dekanat

5. Juli 2020

link zum Gottesdienst auf YOUTUBE:

https://www.youtube.com/channel/UCpCiUcebOaGLSksJd-7nS2Q/videos?view_as=subscriber

Die Corona-Krise mit allen Absagen und Kontaktverboten traf auch uns als Dekanatsjugendvertretung.  In den Gemeinden, in denen wir aktiv sind, ist alles anders, aber auch für unsere Gruppe sind neue Ideen gefragt. Gleich zu Beginn im März verabredeten wir ein Treffen per Zoom. In den nächsten Wochen wurden es immer mehr regelmäßige Treffen. Besonders profitierten wir von dem Austausch miteinander. Zu hören, was die anderen beschäftigt und welche neuen Entwicklungen es im Dekanat gibt, ist immer spannend und inspirierend, auch für eigene Projekte. Schnell entschlossen wir uns: Wir wollen auch etwas auf die Beine stellen. Die naheliegende Idee, wenn man die aktuellen Projekte in den Gemeinden betrachtet und die Begrenzungen durch Corona beachtet werden sollen, war ein online Angebot. Ein Jugendgottesdienst war schnell unser Plan. In der Zeit vor der Pandemie hatten wir es nie geschafft, einen gemeinsamen Gottesdienst zu planen und zu feiern. Durch den aktiven Austausch und die Möglichkeit, die einzelnen Teile getrennt voneinander aufzuzeichnen, ergab sich eine zeitliche Flexibilität. Zunächst musste ein Thema für den Gottesdienst gefunden werden. Aus unseren Erfahrungen aus den Gemeinden und unserem Umfeld, aber auch unseren persönlichen Empfindungen heraus, kamen die Ideen. Schlussendlich stand ein Wort im Raum: „Sprachlos“. Sprachlos fühlt man sich oft dann, wenn einen besonders viel bewegt. So ging es uns sicher oft zu Beginn der Corona-Krise, als es ständig neue Informationen gab. Sprachlosigkeit entsteht aber nicht immer nur dann, wenn die Worte fehlen, sondern auch, wenn das offene Ohr auf der anderen Seite fehlt. Junge Menschen, so erleben wir es, werden aktuell selten nach ihrer Meinung und ihren Gefühlen gefragt. Dabei hat sich auch ihr Alltag mit Schule, Studium, Jobs und dem sozialen Umfeld völlig auf den Kopf gestellt. Wir wollen mit unserem Gottesdienst zeigen: jemand hört euch zu. Denn wir wollen wissen, wie es den Jugendlichen geht und was sie bewegt. Die Geschichte rund um die Jahreslosung „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ im 9. Kapitel des Markusevangeliums erzählt auch von einem jungen Menschen, der, so heißt es biblisch „einen sprachlosen Geist“ hat. Einander zuzuhören und sich ernst zu nehmen, das haben wir in unserem Gremium als sehr hilfreich empfunden und dazu wollen wir andere ermutigen. Der Gottesdienst, an dem wir nun seit einigen Wochen arbeiten, wird pünktlich zum Beginn der Schulferien auf unserem neuen YouTube Kanal hochgeladen. Wir haben dazu die einzelnen Teile unter uns aufgeteilt und sie gefilmt. Auch die ehrenamtlichen Jugendlichen aus Mühlheim haben mit einer Aktion zum Mitmachen mitgewirkt. Mit diesem ersten online Angebot möchten wir auch die Vorteile des Digitalen nutzen. Der Gottesdienst wird länger zu sehen sein, sodass auf unterschiedliche Bedürfnisse der Jugendlichen eingegangen werden kann. Sonst erleben wir es häufig als schwer, Zeiten zu finden, die für alle passen. Außerdem kann durch Kommentare direkt ein Gespräch entstehen. Neben dem neuen YouTube Kanal sind wir nun auch auf Instagram aktiv. Dort planen wir weitere Aktionen und Projekte der evangelischen Jugend im Dekanat Rodgau zu zeigen, uns mit anderen Jugendlichen und Erwachsenen der Landeskirche und darüber hinaus auszutauschen und einen Einblick in unsere Ideen zu geben. Natürlich wollen wir vor allem eins: ansprechbar sein. Denn wir wollen Jugendliche nicht in Sprachlosigkeit zurücklassen.

Youtube Kanal und Instagram: ev.jugend.rodgau