Kinderfreizeit zwischen Burgen und Vulkanen

12. Juli 2018

GruppenfotoDie Vulkaneifel bei Manderscheid war das Ziel der diesjährigen Kinderfreizeit der Evangelischen Jugend im Dekanat Rodgau. Das Motto war: „Vulkan-Alarm auf der Dracheninsel“.

17 Kinder und drei ehrenamtliche Teamer*innen waren mit Dekanatsjugendreferent Boris Graupner zu Gast im Jugendhüttendorf Manderscheid. Die gemütlichen Holzhütten mit Doppelstockbetten, sehr gute Sanitäranlagen, Tischtennisplatte, Spielplatz, viel freies Gelände und leckeres Essen aus der Hüttendorfküche, versprachen eine angenehme Woche. Die beiden Handpuppen Rolfi der Rabe und Philippus der Drache begleiteten die Kinder während der Tage und kannten sich gut aus mit Tieren, Vulkanismus und dem Jugendhüttendorf.

Am ersten Tag erkundete die Gruppe auf einer Stadtrallye den Ort Manderscheid. Einen beschaulichen Kurpark, zwei mächtige Burgruinen, zwei Museen, ein tolles Freibad und ganz viele nette Einwohner gibt es dort.

Die Tage begannen mit einem Morgenimpuls. Zwei Lieder („Echt elefantastisch“ und „Bärenstark“), ein Aufwärmspiel und ein Psalmtext luden zum Mitmachen ein. Die Lieder wurden zu richtigen Ohrwürmern und waren tagsüber immer wieder zu hören. An den Abenden loderte das Lagerfeuer und die Kinder lauschten der spannenden Fortsetzungsgeschichte vom Drachen Kokosnuss und seinen Freunden. Beim Tagesrückblick konnte jedes Kind etwas zum Tag sagen und das Erlebte mit den anderen Kindern teilen. Ein Segen beendete den Tag.

Für die Vormittage hatte das Team „Tiere aus der Bibel“ thematisch vorbereitet. Löwe und Esel waren die beiden Hauptdarsteller in einem Potpourri aus Geschichten, Liedern, Quizfragen und Basteleien.

Am zweiten Tag führte eine super ausgearbeitete Schnitzeljagd mit Spielzeugtieren durch das Jugendhüttendorf. Danach war Zeit zum Basteln, Spielen und Chillen.

Am dritten Tag wanderte die Gruppe zum 4km entfernten Meerfelder Maar, heute ein See in einem ehemaligen Vulkankrater. Eine Georangerin des Naturparks leitete die Tour und vermittelte den Kindern sehr gut, was es alles am Wegrand zu sehen gab. Blumen, Kräuter, Sträucher, Gesteinsarten und die Entstehung der Landschaft und Vulkane bekamen eine Bedeutung.

Die Kinder besuchten mit ihren Betreuer*innen am vierten Tag das tolle Freibad im Ort. Das Wasser war ein bisschen kühl, doch die Wasserrutsche, ein Sprungbrett und die leckeren Pommes am Kiosk entschädigten dafür allemal. Abends stand noch eine gruselig-schöne Burgführung auf der Niederburg auf dem Programm. Eigentlich als Nachtführung ausgelegt, war es wegen des Sommersonnenstandes noch hell. Das eintauchen in die Gewölbekeller und Kemenaten der verwaisten Burg war im Hellen aber auch noch sehr spannend. Der gewandete Burgführer erzählte anschaulich über das harte Leben im Mittelalter und ließ keine Details über Hygiene und grausame Strafen aus.

Zum Abschluss der Freizeit schaute die Gruppe auf dem benachbarten Bauernhof der Familie Becker vorbei. Dort gibt es noch 50 Milchkühe mit ihren Kälbchen und leckere Milch, die auf dem Hof zu wunderbarem Speiseeis verarbeitet wird. Nach der Hofführung überzeugten sich alle Kinder und Betreuer*innen persönlich von dem frisch-fruchtigen Eisgeschmack.

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